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 Steckbrief von Juli
Juli
© Universal Music

Das Wichtigste über Juli

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Name Juli
Bandmitglieder Eva Briegel, Dedi Herde, Jonas Pfetzing
Bekanntheitsgrad
Beliebtheitsgrad
offizielle Webseite http://www.juli.tv
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 Über Juli
Der Bandname sowie der Titel des Debütalbums – Juli: „Es ist Juli“ – mögen etwas anderes verheißen haben, tatsächlich stand die Scheibe erst am 20. September vergangenen Jahres in den Läden. Was aber am geradezu unfassbaren Erfolg des Giessener Quintetts seither nicht das Geringste änderte. Seit dem 20.9.2004 ist für Andreas Herde, Jonas Pfetzing, Simon Triebel, Marcel Römer und Eva Briegel kein Stein mehr auf dem anderen, das ganze Leben hat sich komplett verändert.

Denn Juli, gegründet Ende der 90er Jahre unter dem Namen Sunnyglade und damals noch mit englischen Texten im musikalischen Reisegepäck, waren bis zu jenem 20.9. der klassische heiß gehandelte Geheimtipp. Der Fünfer konnte gleich zu Beginn der Karriere einige wichtige Trophäen einsacken, 2001 wurde aus Sunnyglade Juli, in derselben Besetzung wie heute, dafür mit deutschen Texten ausgestattet. „Da wir logischerweise wesentlich besser Deutsch als Englisch beherrschen, können wir uns in der Heimatsprache besser ausdrücken. Sprachliche Feinheiten wie Ironie oder Wortspiele gelingen einem nur in einer Sprache, in der man sich hundertprozentig auskennt“ meint Sängerin Eva dazu. „Unsere Texte sind uns sehr wichtig, da wir so Emotionen auf gleich zwei Ebenen transportieren können“

Und wie das bei Juli rüberkommt – textlich wie musikalisch! Überzeugendster Beweis für diese Behauptung sind nackte und dadurch umso beeindruckendere Zahlen: Beim Schreiben dieser Zeilen, also rund sieben Monate nach Veröffentlichung von „Es ist Juli“, stand das Album satte 30 Wochen in den deutschen Charts (ein Ende dieser Serie ist noch nicht abzusehen!), sie hatte sich knapp 600.000 Mal verkauft, einer dritten Auszeichnung mit Platin in Kürze steht demnach nichts im Wege, auch in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz wurde „Es ist Juli“ mit Platin prämiert. Die erste Single „Perfekte Welle“, Vorbote auf das Album und bereits am 28.6.2004 auf den Markt gekommen, hielt sich stolze 34 Wochen in der einheimischen Hitparade, die höchste Position war Rang 2. Und Nachfolgesingle „Geile Zeit“, am 15.11. des Vorjahres veröffentlicht, hält sich aktuell auch seit 22 Wochen in den offiziellen Verkaufslisten.

Ansonsten gab es für Juli drei „Echo“-Nominierungen in den Kategorien „Gruppe National Rock/Pop“, „Nachwuchspreis der Deutschen Phonoakademie“ und „Erfolgreichster Downloadtitel des Jahres“, die Gruppe gewann mit „Geile Zeit“ zusätzlich am 12.2.2005 den von Stefan Raab ausgerichteten „Bundes Vision Song Contest“. Dazu absolvierten sie im letzten Jahr eine eigene Clubtour, wurden höchst erfolgreich als Vorgruppe von Rosenstolz auf deren Konzertreise bejubelt und unternahmen im Frühjahr schließlich eine komplett ausverkaufte Tournee unter eigener Flagge. Auch das Video zur aktuellen dritten Single „Regen und Meer“ (übrigens mit Stargast Oliver Korritke in der männlichen Hauptrolle), die offiziell erst am 2. Mai in den Läden stehen wird, kursiert bereits in Dauerrotation auf sämtlichen relevanten Musik-TV-Kanälen. Eine unglaubliche Karriere für eine unglaubliche Band. Und die in lediglich sieben Monaten. Vor allem ist es die Karriere einer jungen Band, deren Mitglieder zwischen 22 und 25 Jahren sind, die beweist, dass man es auch ohne stupides Casting in der Öffentlichkeit, stattdessen mit origineller Musik, intelligenten Texten, sehr viel Leidenschaft und noch mehr Talent schaffen kann, zu Superstars zu mutieren.
Trotzdem mussten Juli sich mit ebensolchen Vorwürfen – und noch so einigen mehr – in den letzten Monaten auseinandersetzen. Je größer der Erfolg, scheint es, desto größer die Anzahl der Neider. Stöhnt Sängerin Eva: „Wie oft wir in Interviews erklären mussten, dass wir schon ewig Musik zusammen machen! Dass wir von unserer Plattenfirma nicht wegen der aktuellen Deutsch-Pop-Welle unter Vertrag genommen wurden, da wir immerhin seit vier Jahren auf Deutsch singen. Und wie oft ich am Ende selbst in so genannten „seriösen“ Zeitungen lesen musste, dass wir Opportunisten und Trittbrettfahrer wären.
Ich fühle mich gelegentlich wie der Neue in der Klasse: man lernt neue Leute kennen, die erst mal überzeugt werden wollen. Man muss sich häufig rechtfertigen und begegnet sehr viel Misstrauen. Dieses Gefühl kannte ich bislang nicht.“
Doch natürlich überwiegen die angenehmen Seiten des neuen Lebensstils, wie Eva Briegel unumwunden zugibt: „Wir spielen genau die Musik, die uns gefällt, wir mussten und müssen uns niemals verbiegen – und es funktioniert trotzdem! Nachdem unsere erste Single recht erfolgreich war, dachten wir zwar schon, dass wir mit dem Album die Top 30 knacken könnten. Doch von einem so nachhaltigen Durchbruch mit „Es ist Juli“ haben wir noch nicht mal zu träumen gewagt. Vor allem ist damit unser Wunsch wahr geworden, dass wir als Album- und nicht als Single-Band verstanden werden.“
Apropos „Album“: Seit Ende März sitzen die „fantastischen Fünf“ aus Gießen im Bochumer „Mohrmann“-Studio fest, in dem schon das Debüt aufgenommen wurde und bastelt an den Liedern für den „Es ist Juli“-Nachfolger. Viel verraten kann Eva über das Ergebnis dieses aktuellen Arbeitsprozesses noch nicht, „das wäre zu früh“, meint sie. „Wir wissen auch nicht, ob die Scheibe noch vor Ende dieses oder erst im Laufe des nächsten Jahres erscheinen wird. Wir versuchen uns nicht selbst unter Druck zu setzen – und wohl gerade deshalb wird das nächste Album etwas anders als der Vorgänger klingen. Der einzige Druck, dem wir uns aussetzen ist unser eigener Qualitätsmaßstab. Wir fünf haben uns verändert, also wird auch die nächste Platte anders klingen. An Verkaufszahlen denken wir keine Sekunde lang, so funktioniert das nicht. Und zum Glück mischt sich auch unsere Plattenfirma nicht in musikalische Angelegenheiten ein. Sie hat ziemliches Vertrauen in uns.“

Und wie geht es ansonsten weiter im Hause „Juli“ in der näheren Zukunft? „Wir nehmen ganz entspannt die neue CD auf“, erzählt Eva, „zwischendrin spielen wir im Sommer noch einiges an Festivals. Unser heutiger Alltag unterscheidet sich bis auf die Proben zu hundert Prozent von unserem Alltag vor zwei Jahren, das finden wir super. Das Einzige, was mir derzeit Sorgen bereitet, sind meine Telefonkosten. Ich würde mich lieber mit meinen Freunden oder meiner Familie öfter treffen, anstatt ständig am Handy zu hängen.“
© Michael Fuchs-Gamböck
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